Rede

Gedichte, 2012

Jemand stirbt, doch wird nicht ihm allein Gewalt angetan; der Tod zeichnet auch die, die bleiben. Um der Erschütterung zu begegnen, muß sie überführt werden in Sprache. Dies zu tun, setzen die Gedichte von Kerstin Preiwuß eine Bewegung unterhalb der Bewußtseinsschwelle in Gang, die das Reden und das Erkennen verändern wird und den Tod selbst zur Sprache bringt, als läge er dem Ich dieser Gedichte auf der Zunge.

Letztlich sind es die Worte, die einen Weg zurück weisen in die Welt, wie sie vor der Erschütterung war und nach ihr wieder sein wird.

  • edition suhrkamp 2648
  • Taschenbuch, 87 Seiten
  • ISBN: 978-3-518-12648-6

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  • »Kerstin Preiwuß: eine Ausnahmegestalt.« – Michael Braun
  • »Rede ist ein Langgedicht, das zu einzigartig ist, um Vorbild zu sein für andere Langgedichte. Seine Strophen, seine Zeilen sowie seine Umbrüche kommunizieren in alle Richtungen. Es ist ein trauriger Text, der von seinem wie kreisenden Anfang an mit einer verstörenden, leicht irren Komik begabt ist. Ich finde weder verschämte noch auftrumpfende Reime, sondern heftende Reime: Gleichklang als leisen Trost. Formal verbirgt sich Komplexität in Leichtgesagtem, wobei das Leichte wie in einer Kür dasjenige ist, das am schwersten zu erringen ist.« – Monika Rinck